1942 episodes
- Ein düsteres Vampir-RPG von Leuten, die schon den Hexer gebaut haben – da war meine Erwartung natürlich hoch, und tatsächlich hat mich die Erzählung ziemlich schnell eingesackt. Nicht nur die Hauptstory, auch die Sidequests trauen sich, richtig fies zu werden. Die 30 Tage, die uns das Spiel gibt, klingen nach Dauerstress, sind aber so großzügig bemessen, dass ich kaum das Gefühl hatte, irgendwas zu verpassen. Und jede Erkundungstour, jede Quest hat sich am Ende gelohnt. Was mich dagegen gejuckt hat, war die Gegnerauswahl: Soldaten, Wildschweine und Wölfe sehen wir mehr als genug. Gelegentlich kommt ein Mutant oder Bär dazu, aber im Großen wars das leider schon. Das Kampfsystem wirkt anfangs komplex, man lernt es aber schnell und gerade Duelle machen richtig Laune, da man mit den Skills viel ausprobieren kann. Stehen aber mehr als sechs Gegner gleichzeitig um einen herum, kann es schnell unübersichtlich werden, vor allem weil die Kamera gerne mal den Fokus auf einen anderen Gegner konzentriert. Dieses Chaos zieht sich leider auch ins Inventar, wo selbst die Filter nicht wirklich helfen. Grafisch ist das Ganze auch eher solide Hausmannskost. Wer ein "neues" Witcher möchte, aber nicht unbedingt die Zeit hat, trifft mit "The Blood of Dawnwalker" definitiv eine gute Wahl.
- 1666: Amsterdam lässt mich nach dem Spielen leider etwas abgeschreckt zurück. Während die grundsätzliche Spielidee zweier Zeitlinien und Protagonistenwechsel in der Gegenwart und im Jahr 1666 gut funktioniert, scheitert das Spiel bei der technischen Umsetzung trotz Early Access. Allen voran Kamera, Steuerung und Kampfsystem trüben trotz spannender Story und Ideen den Spielspaß ungemein. Als Katze merkt man kaum etwas von spielerischer Freiheit, als "Mensch" sind die Lux/Nux Komponenten und Möglichkeiten kompliziert gestaltet und das Kampfsystem hat weniger mit Magie und mehr mit Stabklopperei zu tun als man erwartet hätte. Hier hoffe ich wirklich, dass Panache noch einmal über das Spiel geht und gerade diese Dinge überdenkt, denn die Kernidee die großen Dämonen mittels Detektivarbeit finden zu müssen ist klasse!
- Zero Company vereint das Star Wars Universum mit COM-Gameplay und das auf eine erstaunlich gute Art. Die Story dreht sich um besagte Company Zero, eine Eliteeinheit während der Klonkriege. Unsere Truppe können wir dabei beliebig zusammenstellen und sowohl Klasen, Spezialisierungen, als auch Optik selber einstellen. Die hauptcharaktere haben eigene Geschichten und man stärkt nach und nach die Beziehung untereinander, wodurch man wieder neue Fähigkeiten freischaltet. Die Kämpfe sind klassisch rundenbasiert mit Deckung, Flankierung, zerstörbarer Umgebung, Nah-Fernkampf, Unterstützung, Heilung usw. Die klassische XCOM-Formel, welche ich sehr mag. Ganz nach dem Motto: Nur noch eine Runde....
- ShoreTiles ist ein echter Geheimtipp für Fans kniffliger Knobeleien. Tagsüber tüftelt man tiefenentspannt an der perfekten Insellandschaft, baut Kacheln für optimale Boni und erfreut sich am stimmigen Look. Sobald die Sonne untergeht, bricht eiskalter Survival-Druck aus. Welle für Welle fordert das Spiel den eigenen Beschützerinstinkt heraus. Wenn der Nebel einbricht und Leuchttürme fallen, übernimmt purer Nervenkitzel. Ein riesiger Pluspunkt ist der kleine Preis. Für unter 10 Euro steckt hier verdammt viel Gegenwert drin.
- Bei Splatoon Raiders handelt es sich im Vergleich zur Hauptserie nicht um ein PVP, sondern ein Singleplayer-Spiel mit Koop-Möglichkeit. Wir stürzen auf einer einsamen Schatzinsel ab und unser Ziel ist es nun möglichst viele Schätze zu bergen und unsere Base auszubauen. Das Spiel ist in viele kleinere Level aufgeteilt, welche an den Salmon Run aus dem Vorgänger erinnern. Die Motivation bleibt meist recht groß, nur noch schnell ein Level zu spielen, da man viele Währungen oder Waffen einsammelt, Die Währungen benötigt man wiederum zum Ausbau der Basis und Leveln der Charaktere. In den Leveln werden wir begleitet von einem Panzer, welcher und Spezialattacken oder hohe Sprünge ermöglicht. Die Level an sich, sowie die "Story" bleiben aber etwas blass. Für ein paar schnelle Spielstunden ist Splatoon Raiders aber durchaus zu empfehlen.
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